Praxis Li Hamburg

Was bedeutet TCM?

Die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ist eine über 5000 Jahren alte fernöstliche Heilkunst. Sie ist eine Wissenschaft, die menschliche Physiologie, Pathologie, sowie Diagnose und Prävention und Heilung von Krankheiten untersucht. Sie enthält die Kenntnisse und Erfahrungen, die von alten chinesischen Völkern durch Bekämpfung der Krankheiten gesammelt haben.

TCM basiert auf die Fünf-Elemente-Lehre von Ying und Yang, die Theorie der TCM wird durch langzeitige klinische Praxis gestaltet, sie ist aus dem Praktikum entstanden und wird bis heute so gelehrt und angeleitet. Sie sucht den inneren Mechanismus durch die Analyse von Phänomen.

Das Theoriesystem der TCM hat 2 Grundeigenschaften: die Ganzheit und die Dialektik. Ein menschlicher Körper wird als eine Ganzheit aus Qi, Gestalt und Seele. Bei verschieden Krankheiten werden treffende Methoden ausgesucht. Eine gute Heilung ist nicht nur aus einfacher Zusammenbildung von verschiedenen Punkten, sondern korrekte Dialektik, die richtige Wahl von Punkten, und treffenden Methoden, dadurch wird die beste Heilung erzielt.

Die 4 diagnostischen Methoden sind Inspektion; Auskultation und Geruchsinn; Abfrage; Pulslesen und Palpation. Durch die Untersuchung von sowohl die Ursache, Eigenschaft, Stelle und Pathogenese der Krankheit, als auch die Veränderung des Organs, der Meridian und der Körperflüssigkeit des Patients wird die Krankheit und ihr Typus festgelegt. Eine oder mehrere passende Therapien, wie z.B. Arzneimittel, Akupunktur, Akupressur, Massage, Qi Gong, Diättherapie werden angewendet, um innere Balance des Körpers wieder herzustellen und die Krankheit zu heilen.

Was ist das Ziel der TCM-Therapie?

In der Therapie strebt die TCM an, Störungen auszugleichen durch die Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Körpers.

Nach der alten chinesischen Philosophie sollen alle gegensätzlichen Kräfte in der Natur, sowie im menschlichen Körper im Gleichgewicht bleiben. Diese gegensätzlichen Kräfte werden als YIN und YANG bezeichnet. Ein Ungleichgewicht bedeutet Krankheit oder Unwohlsein.

In der TCM-Therapie ist die Grundlage der Diagnose das Erkennen der Yin- und Yang-Störungen. In der Therapie strebt die TCM an, Störungen auszugleichen durch die Aktivierung der Selbstheilungskräfte des Körpers.

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Wie wirkt das TCM therapeutische Verfahren?

Durch verschiedene Stimulantien werden ein Defizit ergänzt und ein Exzess geschwächt.

Damit Yin-Yang zum Ausgleich gebracht werden können, muss ein Defizit ergänzt und ein Exzess geschwächt werden. Das geschieht durch verschiedene Stimulantien, z.B. mit Nadeln, Fingerdruck, Schröpfen oder Qi (Qi –Gong); damit werden die Meridian-Punkte beeinflusst und der Meridian-Fluß von Blockaden befreit, so dass Yin-Yang-Qi-Xue in Harmonie gebracht werden.

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Der Begriff des Qi Hauptartikel

Qi Eine Schlüsselrolle im medizinischen Diskurs der chinesischen Tradition spielt der Begriff “Qi”.

Qi wird oft als “Kraft” oder “Energie” übersetzt, in klassischen chinesischen Quellen findet man aber auch Beschreibungen, die ein stoffliches Konzept andeuten. ähnlich dem Pneuma der griechischen Medizin durchzieht dieses Qi in vielfältigen Ausformungen, sowohl den Körper, als auch die Außenwelt. Deswegen findet man auch in der modernen Alltagssprache unzählige Begriffe, die die Wortkomponente Qi enthalten. Qi wird auch im medizinischen Kontext benutzt. Mit “Wei-Qi” wird die Fähigkeit bezeichnet, schädlichen Witterungseinflüssen standzuhalten und Verletzungen und Infekte zu bewältigen. Es soll im wachen Organismus anders anwesend sein als im schlafenden und sich beim Einschlafen von der Oberfläche des Körpers ins Körperinnere zurückziehen. „Qigong“ bezeichnet dagegen “Arbeiten am Qi”.

Häufige Verwendung findet das Konzept im Zusammenhang mit den “Meridiane”, auf denen 365 Therapiepunkte liegen. Durch das Reizen der Punkte mittels Nadeln wird das “De-Qi” ( Gefühl ) hervorgerufen – “Ankunft des Qi”. Für den Therapeuten ist es durch eine Zunahme des Gewebswiderstandes spürbar, für den sensiblen Patienten durch eine ausstrahlende Empfindung entlang des betroffenen Meridians.

Der Organismus erscheint als außerordentlich komplexes Gefüge dynamischer Qi-Strukturen. Es ist eine auf Gleichgewicht aufgebaute Dynamik. Ist das Gleichgewicht empfindlich gestört, braucht es den Arzt, der mit seinem erfahrenen Blick und im Gespräch mit dem Patienten die Ursache der Störungen zu ermitteln sucht. Es ist dann etwa von “Leber-Qi” die Rede, von “Herz-Qi”, von “aufsteigendem Qi”, von “Qi-Schwäche” usw.

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Diagnose und Therapie

Nach chinesischer Krankheitslehre kommen die inneren Störungen im äußeren auf differenzierte Art zum Vorschein. Entsprechend ausgebildet sind diagnostische Verfahren, die sich auf die sinnlich wahrnehmbare Beschaffenheit der Körperaußenseite und seiner Ausscheidungen richten. Berühmt dafür, weil ohne Entsprechung zu westlichen Diagnosetechniken, sind die Puls – und die Zungendiagnose.

Pulsdiagnostik

Der Puls ist ein sehr wichtigstes Kriterium in der TCM – Diagnostik. Durch die Pulstastung beurteilt man den funktionellen Zustand des Patienten. Man tastet die Frequenz, Tiefe, Kraft, Geschwindigkeit, Länge, Dicke, Gleichmäßigkeit, Rhythmus und Qualität. Diese geben Auskunft für Lokalisation und Schweregrad der Erkrankung. So deutet z.B. ein oberflächlicher, schneller, voller Puls auf eine Erkältungserkrankung hin.

Zungendiagnostik

Die Zunge ist über Meridiane und Netzgefäße mit den inneren Organen verbunden. Sie spiegelt einen Teil des Krankheitssyndroms wider. Eine vollständige Diagnostik nach TCM ist nur mittels Zungendiagnostik möglich. Sie gibt uns Hinweise über den Zustand der inneren Organe, den Krankheitsverlauf und die Prognose.

Man beurteilt den Zungenkörper, den Zungenbelag, die Feuchtigkeit sowie die Lokalisation der Veränderungen. So deutet z. B. ein zu roter, trockener Zungenkörper auf zu viel Hitze im Körper hin. Ein zu dicker, weissich klebriger Zungenbelag ist ein Anzeichen für zu viel Schleim im Körper.

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